Herr Vöpel, ich hab da mal ’ne Frage…

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Published on: August 20, 2013

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STANDPUNKT | 01

„Wer hart arbeitet, muss auch ordentlich verdienen!“

 

Klingt erstmal logisch…

Das hieße allerdings im Umkehrschluss

Wer nicht hart arbeitet, braucht auch nicht ordentlich verdienen!

?

Gehen Sie etwa davon aus, dass diejenigen, die nicht „hart arbeiten“ dies selbst zu verantworten haben?

Oder ist damit nur gemeint

Wer nicht hart arbeiten will, braucht auch nicht ordentlich verdienen!

?

Müsste es dann aber nicht eigentlich heißen

Wer hart arbeiten will, muss auch ordentlich verdienen!

?

Was haben Sie dann aber vor, all denjenigen zu sagen, die sehr gerne eine Arbeit annehmen würden und keine Stelle finden? Aktuell haben wir in Oberhausen eine Arbeitslosenquote von über 10%!

Halten Sie die von der SPD eingeführten Maßnahmen der Agenda 2010 und die sogenannten Hartz4-Regelungen dann tatsächlich in ihrer aktuellen Form und Praxis noch für angemessen und gerecht?

In einer Welt, in der Computer und Automaten eine Vielzahl an Aufgaben für uns erledigen, bleibt für die Menschen immer weniger zu tun. Wenn aber nicht genügend Arbeit für alle da ist – wollen sie denjenigen, die leer ausgegangen sind tatsächlich das Recht absprechen auch ordentlich leben und teilhaben zu können?

Das Ideal erwerbsmäßiger Vollzeittätigkeit nach der klassischen Vorstellung von SPD und Gewerkschaften als Voraussetzung für vollwertige Teilhabe erscheint mir unter diesen Umständen an sich schon als eine soziale Ungerechtigkeit.

Halten Sie es nicht auch für an der Zeit, vielmehr über eine faire und gerechte Aufgabenteilung in unserer Gesellschaft insgesamt nachzudenken? Müssen wir nicht eher nach Wegen suchen, wie man verhindert, dass große Teile der Gesellschaft vom Arbeitsleben und fairer Teilhabe ausgeschlossen werden?

Oder halten Sie es tatsächlich für gerecht, dass nur der satt werden soll, der auch einen Platz am Tisch ergattern konnte?

Ich bin der Meinung, dass wir  frische Ideen und zeitgemäße Alternativen finden und neue Wege gehen müssen um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden, statt überkommene Konzepte aus vergangenen Jahrhunderten zu verfolgen!

Oder wie sehen Sie das?

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