„Schule der Zukunft“ in Dinslaken ohne Zukunft?

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Published on: Februar 26, 2013


Die Moltkeschule in Dinslaken Barmingholten zählt zu den 50 besten Grundschulen in Nordrhein-Westfalen.Die zuletzt preisbelohnte Schule – unter anderem „Schule der Zukunft“ [1] in 2010 und 2012 – soll nach dem Willen der Schulverwaltung schrittweise bis zum Ende des Schuljahres 2016/17 geschlossen werden und dem entsprechend ab dem Schuljahr 2014/2015 keine Schulanfänger mehr aufnehmen.

Nach Auffassung von Eltern ist die Moltkeschule in vielen Bereichen vorbildhaft. Kleine Klassen, eine gute Schulgemeinschaft, gut funktionierende Inklusion und eine Ganztagsbetreuung, die ihren Namen verdient hat. Die Schließung wäre nach Elternmeinung nicht nur für die umliegenden Stadtteile, sondern auch wegen der fehlenden Vorbildfunktion für andere Schulen sehr bedauerlich.

„Mich erschreckt dieses Kirchturmdenken. Statt die Erfolgsgeschichte dieser Schule gemeinsam mit der Stadt Oberhausen im Sinne der Kinder fortzuführen, werden Dinslakener Kinder aus anderen Einzugsgebieten und Oberhausener Kinder, deren Eltern sich bewusst für genau diese Schule entscheiden, heraus gerechnet – Hier wird der offenkundige Bürgerwille grob missachtet.“

sagt Andreas Ronig, Direktkandidat für den Wahlkreis 118, Oberhausen und Dinslaken.

„Obwohl die Stadt um die städteübergreifende Bedeutung der Schule und ihre Bedeutung für den Ortsteil Barmingholten weiss, will sie die Schule schließen. Die Verwaltung betont selbst, dass die Qualität der Bildungsversorgung einen wichtigen Standortfaktor darstellt und handelt aus für die Bürger nicht nachvollziehbaren Gründen gegen die Interessen des Stadtteils. Ganz nebenbei missachtet die Stadt dabei den landespolitischen Grundsatz ‚kurze Beine – kurze Wege‘ und den sozialräumlichen Bezug für Kinder beim Wechsel vom Kindergarten in die Schule.“

Manfred Schramm, Direktkandidat der Piratenpartei für den Wahlkreis 113, Wesel beantwortet die Frage nach der Schulschließung:

„Die infrastrukturelle Bedeutung der Schule geht weit über den Bildungsauftrag hinaus. Die Stadt schadet sich und dem geplanten Neubaugebiet durch diese unnötige und kurzsichtige Sparmaßnahme. Und sie schadet den Kindern aus Dinslaken und Oberhausen, die diese Schule gerne besuchen würden.“

Für die Piratenpartei ist Bildung ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag. Um die Bildungsziele zu erreichen, sind gewaltige Anstrengungen nötig und keine Sparmaßnahmen – denn: keine Bildung ist zu teuer.

Bevor am 04.03.2013 die politische Entscheidung fällt, werden die Piraten Andreas Ronig, Manfred Schramm und Andreas Rohde (Listenkandidat der Piratenpartei für die Bundestagswahl 2013) sich bei der Bürgerversammlung am Mittwoch, 27.02.2013 um 19 Uhr im Barmingholtener Vereinshaus (Sterkrader Str. 14, 46539 Dinslaken) in die Diskussion einbringen.

[1] „Schule der Zukunft“, eine Kampagne vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MKULNV) und vom Ministerium für Schule und Weiterbildung (MSW) des Landes NRW.

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